Gerinnungsambulanz mit Hämophiliesprechstunde

In der Gerinnungsambulanz wurden und werden seit 1994 über 36.000 Patienten und Patientinnen mit Blutungs- oder Thromboseleiden diagnostiziert und behandelt.

Sie befinden sich hier:

Zudem ist die Gerinnungsambulanz ein wichtiger Bestandteil der Hämophiliebehandlung der CharitéUniversitätsmedizin Berlin (CCM). Die verantwortlichen Ärztinnen und Ärzte besitzen alle die Zusatzausbildung der Hämostaseologie (Gerinnungsspezialisten und -spezialistinnen) und sind auch aktuell in zahlreichen nationalen und internationalen Leitlinienkommissionen zur Diagnostik und Behandlung von Gerinnungsstörungen tätig. Die Ärztekammer Berlin hat diesen Bereich als Ausbildungsstätte zum Hämostaseologen / zur Hämostaseologin anerkannt.

Klinisch-diagnostisches Spektrum

In der hämostaseologischen Ambulanz (Gerinnungsambulanz) des Ambulanten Gesundheitszentrums (AGZ) der Charite werden Patienten und Patientinnen vor allem mit folgenden Erkrankungen diagnostiziert und behandelt:

  • Thromboseneigung
  • Tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie
  • Schwangerschaftskomplikationen bei Übergerinnbarkeit (z.B. Fehlgeburtsneigung)
  • familiäre Häufung thrombotischer Erkrankungen
  • Überwachung der Wirksamkeit von gerinnungshemmenden Medikamenten nach Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • medikamentenbedingte Thrombosen
  • Blutungsneigung
  • Hämophilie A (Bluter-Krankheit)
  • Hämophilie B
  • von-Willebrand-Syndrom (vWS)
  • Störungen der Blutplättchen-Funktion (Thrombopathien)
  • andere angeborene oder erworbene Blutungsleiden
  • medikamentenbedingte Blutungen

Die notwendige Spezial-Diagnostik wird in der Apparategemeinschaften mit dem ZTB und Labor Berlin vorgenommen. Diese Ambulanz ist ein integrierter Bestandteil des Hämophiliebehandlungszentrums in der Charité (CCM) mit dem ärztlichen 24-h-Gerinnungsrufdienst (CCM). 

Der Charité wurde am 25.03.2010 vom Berliner Senat die Genehmigung nach der §116b-Bestimmung für die Diagnostik und die Versorgung von Patienten mit Hämophilie und weiteren Gerinnungsstörungen am Standort CCM erteilt. Seit dem 01.08.2010 besteht ein KV-Sitz (Kassenärztlicher Sitz für Transfusionsmedizin), der von den verantwortlichen Ärzten gemeinsam im AGZ (ambulanten Gesundheitszentrum) der Charité ausgeübt wird. Desweiteren sind Priv.-Doz. Dr. med. J. Koscielny und Priv.-Doz. Dr. med. U. Kalus als Weiterbildungsbefugte für Hämostaseologie (12 Monate, auch ambulant) und als Weiterbildungsbefugte für Transfusionsmedizin (bis 36 Monate, auch ambulant) von der Ärztekammer Berlin anerkannt. Zudem ist die Gerinnungsambulanz mit Hämophiliesprechstunde nach QEP (Qualität und Entwicklung in Praxen) entsprechend den Empfehlungen der Bundesärztekammer zertifiziert.

Kontakt und Terminvereinbarung

Ort: CCM, Luisenstr. 11-13, Ambulantes Versorgungszentrum (ehemals Poliklinik), Erdgeschoß
Annahme: t: +49 30 450 525 157, f: +49 30 450 525 913
Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. J. Koscielny, Priv.-Doz. Dr. med. U. Kalus
Hauptverantwortliche Schwester: Fr. R. Kuchar (Sr. Rosa)

Terminabsprache: werktags, 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr
E-mail: gerinnungsambulanz(at)charite.de
Sprechstunde: werktags 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Bitte beachten Sie

  • Gesetzlich krankenversicherte (GKV) Patienten müssen neben einer aktuell gültigen Chipkarte einen gültigen Überweisungsschein (gelber Überweisungsschein 06-02) vom Hausarzt, Internisten, einem anderen Facharzt oder einem anderen überweisungsberechtigten (niedergelassenem) Arzt mitbringen.
  • Privatversicherte oder Wahlleistungspatienten benötigen nur eine aktuell gültige Chipkarte.
  • Privatversicherte mit einem Basistarif oder einem Ausschlusstarif benötigen eine Kostenübernahmeerklärung ihrer Krankenkasse.
  • Vorbefunde vom überweisenden Arzt sollten ebenso in Kopie mitgebracht werden.
  • Grundsätzlich dürfen sich die Patienten während des ambulanten Vorstellungstermins nicht zeitgleich in stationärer Behandlung befinden. Erst nach oder vor einem stationärem Aufenthalt dürfen sich die Patienten ambulant vorstellen.
  • Eine Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ist für gesetzlich krankenversicherte (GKV) Patienten nicht möglich!
  • Patienten, die nicht in Deutschland krankenversichert sind und/oder keinen Wohnsitz in Deutschland haben, können nur gegen Vorkasse behandelt werden und benötigen einen Vertrag mit Charité International  Health Care.

Patienteninformationen

Hier steht ein Auswahl von Informationen für Patienten zur Verfügung: